Drei Gymnasien, drei Ensemble – ein Konzert! Am 14. Mai erklang das diesjährige Frühjahrskonzert des Gymnasiums Trossingen, das gleichzeitig ein gelungenes Kooperationsprojekt war: Zwei der drei Ensemble musizierten gemeinschaftlich mit anderen Ensembles der Region.

 Zunächst groovte die Jazzband unter Leitung von Stefan Merkl das Publikum auf den Abend ein. Die Stücke – „Red Clay“ von Freddie Hubbard, „Take 5 minus 1“ von Dave Brubecks und „Thriller“ von Michael Jackson, teils eigens von Merkl für seine Besetzung arrangiert – boten Gelegenheit für viele Soli und dementsprechenden Szenenapplaus für die 11 jungen Musiker auf der Bühne.

Anschließend füllten ca. 50 Sängerinnen und Sänger die Bühne im großen Saal des Konzerthauses Trossingen: Zum ersten Mal traten der Chor des Gymnasiums Gosheim-Wehingen (Ltg. Marion Rösch) und der Chor des Gymnasiums Trossingen (Ltg. Annette Besch-Kaufmann) gemeinsam auf.  Dabei begeisterte das Ensemble mit einer musikalischen Bandbreite von Dance-Pop über Schlager bis hin zu Musical. „Bad Habits“ von Ed Sharon, „Friend like me“ von Alan Menken aus dem Musical Aladdin, „New York, New York“ von John Kander und „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens erklangen in interessanten Arrangements, teils auch begleitet mit Klavier, Schlagzeug und zwei Solo-Klarinetten.

 Als „altes Ehepaar“ begrüßte Schulleiter Markus Eisele augenzwinkernd das Kooperationsorchester des Gymnasiums Trossingen (Ltg. Tanja Staudenmaier) und des DHG Rottweil (Ltg. Bernadette Keppler). Dabei lobte er nicht nur die Idee der Kooperation verschiedener Ensembles, durch die an diesem Abend über 100 Kinder und Jugendliche über den Konzertabend hinweg musizierten. Auch die musikalischen Klangerlebnisse überzeugten auf ganzer Linie. Darin war sich auch das Konzertpublikum einig: Schon der große Chor war mit seiner Fülle eine Augen- und Ohrenweide. Das Orchester beeindruckte durch die Komplettbesetzung erst recht: Wann sieht und hört man schon ein Schulorchester, das zur Standardbesetzung noch Kontrabässe, Harfe, Fagott, Oboe und Klavier zu bieten hat? Nichtsdestotrotz schwebte George Gershwins „Summertime“ mit einer musikalischen Leichtigkeit wie die Ahnung einer lauen Sommernacht durch den Saal, während Alan Silvestris „Forrest Gump Suite“ mit den Flötensoli für Gänsehautmomente sorgte. Klanggewaltig beschloss „The Lion King“ von Hans Zimmer den abwechslungsreichen und kurzweiligen Konzertabend.