Eine Woche Roma! Italien pur: Das volle Programm sowohl in kultureller als auch in kulinarischer Hinsicht. Die Trossinger Abiturienten brachen im Oktober zu ihrer Studienfahrt und gleichzeitig schönsten Schulwoche ihrer Kursstufenzeit auf.

Dass die Reise auf Schiene mit dem Nachtzug von Villingen nach Rom nur fünf Stunden Verspätung hatte, grenzte für deutsche und italienische Verhältnisse ja nahezu an Pünktlichkeit. Doch die allgemeine Vorfreude ließ sich auch nicht durch Müdigkeit trüben – und so wurde der Montagnachmittag zum Einchecken im Hotel genutzt, bevor ein lauer Sommerabend den deutschen nasskalten Herbst vergessen ließ. Abendessen auf der Außenterrasse des Restaurants, ein Spaziergang zum Colosseo, das in seiner abendlichen Beleuchtung ganz besonders stimmungsvoll anmutet, und einem gelato auf dem Rückweg rundeten den ersten Abend in Rom perfekt ab.

Die Woche war gut organisiert: Jeden Morgen gab es beim gemeinsamen Frühstück eine Einstimmung auf den Tag, Programmpunkte wurden besprochen, Organisatorisches geklärt. Zu allen geplanten Sehenswürdigkeiten hatten die Schüler Kurzreferate vorbereitet, referierten direkt vor Ort und beantworteten Fragen der Klassenkameraden. Nachmittags oder abends gab es immer wieder Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden; natürlich wurden auch römische Spezialitäten ausprobiert, unter anderem Supplì (frittierte Reisbällchen), Pizza alla Romana und Spaghetti alla Carbonara assolutamente delizioso!

So standen am Dienstag die Besichtigung der Chiesa San Pietro und deren Cripta ebenso auf dem Programm wie das Pantheon, die Piazza di Spagna und die Fontana di Trevi mit beinah schon obligatorischem Münzeinwurf. Als am Ende des Tages die Smartwatches 27.000 Schritte gezählt hatten, waren alle nicht nur hundemüde, sondern auch absolut überwältigt von der Architektur, der Atmosphäre, aber auch dem Lifestyle der Stadt.

Das größte im antiken Rom erbaute und durch seine Gladiatorenkämpfe berühmte Amphitheater bestaunten die Gymnasiasten am Mittwoch. Nach dem Kolosseum ging es zum Palatinhügel. Der Legende nach handelt es sich bei dem Hügel um den Gründungsort Roms, an dessen Fuße Romulus und Remus im Kindesalter ausgesetzt worden waren. Beeindruckend dort waren auch die Farnesischen Gärten mit ihren zahlreichen Brunnen, Teichen und Pinien. Überhaupt hätten die Schüler an diesem weitläufigen Platz den ganzen Tag verweilen können, um die größte Ausgrabungsstätte des alten Roms mit ihren vielen historischen Bauten und beeindruckenden Triumphbögen zu erkunden. Trotz der Hitze wagten die Schüler am Nachmittag bei der Besichtigung des Nationaldenkmals „Vittorio Emanuele“ den Aufstieg zur Terrasse und wurden mit einem wundervollen Ausblick über die Stadt belohnt!

Am Donnerstag stand das unterirdische Rom mit den Katakomben von San Callisto auf dem Programm. Dabei handelt es sich um den offiziellen Friedhof der Kirche von Rom und so unheimlich es 15 Meter unter der Erde auch anmutete, das unterirdische Bestattungssystem Roms zu sehen, so interessant war es doch auch gleichzeitig. Im Kontrast dazu genossen die Abiturienten „La dolce vita“ am Nachmittag in Kleingruppen.

Da die Rückfahrt am Freitag erst um 20.30 Uhr geplant war, wurde auch der letzte Tag im alten und neuen Rom noch voll mit der Besichtigung der vatikanischen Museen und Sixtinischen Kapelle ausgenutzt.

Nach dieser traumhaften Woche hätte es die Rückfahrt im Night-Jet nicht unbedingt noch als unvergessliches Erlebnis gebraucht – doch auch sie wird allen als die verrückteste Bahnfahrt in Erinnerung bleiben!

Was bleibt, sind Erinnerungen an eine sehr schöne, ereignisreiche Woche, was nicht nur am interessanten Reiseziel samt fantastischem Wetter, einer respektablen Unterkunft und dem leckeren Essen lag, sondern in erster Linie an der sehr angenehmen sympathischen Gruppe! Obwohl die Schrittzähler samt ihrer Träger ununterbrochen liefen, blieben alle hoch motiviert, voller Energie und offen für neue Erfahrungen. Es gab viel zu lachen und ganz viele besondere und unvergessliche Momente – Grazie Roma!