Wie es sich für Geographinnen und Geographen gehört, verlegte die Klasse 6a den Unterricht mit ihrem Geographielehrer Peter Armbruster und begleitet von Frau Roth ins Gelände und erkundete auf der Schwäbischen Alb den Mössinger Bergrutsch und die Nebelhöhle.

Schon auf der Fahrt wurden Unterrichtsinhalte vertieft und wiederholt. Am ersten Standort führte Herr Armin Dieter, Bergrutschexperte am Mössinger Bergrutsch, in die Thematik ein. Altersgerecht zeigte und erklärte er eindrucksvoll, welche Naturkräfte binnen weniger Stunden den Albtrauf rückverlegen können. Die normalerweise extrem langsame Erosion des Albtraufs erlebten die Gymnasiasten hier im Zeitraffer, denn vor 40 Jahren hatte sich am Hirschkopf bei Mössingen – verursacht durch tagelangen intensiven Regen – der größte Bergrutsch Baden-Württembergs ereignet, der bis heute als Jahrhundertereignis gilt. Was im Schnitt 20.000 Jahre dauert, geschah am 12. April 1983 innerhalb weniger Stunden: Vier Millionen Kubikmeter Erde und Geröll gerieten in Bewegung und hinterließen eine Urlandschaft. So ist der Albtrauf bei Mössingen seiner Zeit quasi voraus und für die Schüler dadurch ein imposantes Lehrbeispiel für die beständige Rückverlagerung der Schwäbischen Alb.

Vom Albtrauf und der Dynamik dort ging es zum zweiten Exkursionsziel, der Nebelhöhle. Der Kalkstein der Alb, genauer des Weißen Juras, reagiert über geologische Zeiträume mit Wasser und löst sich langsam auf. So entstehen im Zusammenspiel mit unterirdischen Wasserläufen, die die Hohlräume weiter erodieren, langsam Höhlen. Sobald diese Höhlen wasserfrei sind (nach den Eiszeiten), können sich durch Kalkausfällungsprozesse sogenannte Tropfsteine bilden. Dies konnten die Schülerinnen und Schüler der 6a dort mit allen Sinnen erfahren, gilt die Nebelhöhle doch nicht nur als eine der ältesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb, sondern auch als eine der längsten und schönsten. Sie ist auf rund 450 Meter begehbar und bildet stellenweise einen ganzen Wald aus Tropfsteinen und enthält auch Tropfsteine, die mitten im Weg stehen und so für ein hautnahes Erleben der Höhle sorgen.

Bereits auf der Heimfahrt erfolgte eine erste Nachbereitung des Gelernten mithilfe des Exkursionsskripts und nach einer Stärkung (Pizza im Schulhof) wurden letzte Fragen und Erkenntnisse geklärt und geteilt. Ein sehr schöner lehrreicher Tag.