Weiterbildung der Schulsanitäter beim THW Trossingen

Von Hebekissen bis LKW-Fahrt: Die Schulsanitäter erhielten praxisnahe Einblicke in die Arbeit des THW
von Jonas Sußbauer (JS1)

Am 23. März 2026 fand sich gegen 9 Uhr eine Delegation der Schulsanitäter beim Ortsverband Trossingen des Technischen Hilfswerks (THW) ein.

Dies geschah im Zuge einer Exkursion zur Weiterbildung der Schulsanitäter. Schon auf dem Weg zu Fuß vom Gymnasium Trossingen zur THW-Wache wurde angeregt über die Aufgaben und Fähigkeiten des THW spekuliert und Wissen ausgetauscht. So kam man zum Beispiel zu dem Schluss, dass das THW das „Mädchen für alles“ unter den Blaulichtorganisationen sei. Diese Einschätzung wurde häufig mit eigenen Erfahrungen – sowohl aus dem privaten Bereich als auch aus dem Ehrenamt bei der Feuerwehr – begründet.

Als die Schulsanitäter ihr Ziel erreichten, wurden sie durch Maik Merz, dem Ortszuständigen des THW, und durch Phillip Godina, einem Mitglied des Jugend-THW und Schüler am Gymnasium Trossingen, empfangen.

Der Besuch begann mit einem Vortrag über die Aufgabenbereiche des THW, darunter Räumen, Orten und Sprengen, sowie über die Anzahl der Fahrzeuge und der ehrenamtlichen Mitglieder. Nach diesem informativen Einstieg folgten zwei Imagefilme und einer Führung durch die THW-Wache. Dabei lernten die Schulsanitäter die Werkstatt, einen zweistöckigen Lagerraum, die wacheneigene Küche für lange Einsätze, sowie die Umkleidekabinen kennen. Im Funkraum wurde erklärt, dass von dort aus mit der Leitstelle in Tuttlingen und anderen Hilfsorganisationen kommuniziert wird.

Anschließend durften die Schulsanitäter zwei der neun Fahrzeuge besichtigen, darunter einen Gerätewagen mit einem Anhänger zur Verkehrsleitung. Des Weiteren wurde das Material im LKW vorgestellt, darunter eine Kettensäge, Atemschutzflaschen und ein Brennschneider.

Auch eine praktische Demonstration blieb nicht aus: So durfte jeder Schulsanitäter mithilfe druckliftbetriebener Hebekissen einen 18 Tonnen schweren Laster mit anheben. Jedes der beiden Kissen besitzt eine maximale Traglast von 77 Tonnen und ist durch ein Drahtgeflecht verstärkt. Dabei fiel den Schulsanitätern auf, wie schnell sich schwere Lasten mit diesen Hebekissen anheben lassen.

Auf Anfrage erklärte sich Maik Merz bereit, die Schulsanitäter auf eine kurze Fahrt im LKW mitzunehmen. Diese führte durch Teile der Stadt, unter anderem vorbei an der Kläranlage und dem Gymnasium Trossingen. Dabei erfuhren die Teilnehmer, dass der LKW über ein elektrisches Martinhorn verfügt, dessen Klang sie anschließend kurz auf dem Hof des THW hören konnten.

Nach der Verabschiedung sammelten die Schulsanitäter ihre Sachen ein, womit der Besuch beim THW abgeschlossen war. Die Schulsanitäter kamen einstimmig zu dem Schluss, dass das THW eine sehr wichtige Einrichtung für den Zivilschutz ist und einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Bürger Trossingens leistet.