Was tun, wenn plötzlich der Strom ausfällt, ein Unwetter Straßen unpassierbar macht oder ein Hochwasser die eigene Umgebung bedroht? Auf solche Situationen vorbereitet zu sein, ist ein wichtiges Ziel des Katastrophenschutztages, an dem in diesem Jahr rund 100 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen des Gymnasiums Trossingen am 12. Juni teilnahmen.
Der Katastrophenschutztag ist Teil einer landesweiten Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. Er findet einmal jährlich an allen weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg statt und richtet sich insbesondere an die sechsten Klassen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler für Themen des Katastrophenschutzes zu sensibilisieren und ihre Selbsthilfefähigkeiten für mögliche Krisensituationen zu stärken. „Schulische Bildung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, für Handlungssicherheit und Resilienz zu sorgen“, heißt es dazu in den Informationen des Ministeriums. Dabei steht vor allem der Praxisbezug im Vordergrund: Durch die Begegnung mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern erhalten die Jugendlichen einen direkten Einblick in die Arbeit des Bevölkerungsschutzes und lernen, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten können. Darüber hinaus soll das Thema Katastrophenschutz auch über die Schule hinaus in die Familien getragen werden. Gleichzeitig bietet der Aktionstag die Möglichkeit, die Arbeit von Hilfsorganisationen kennenzulernen und die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft sichtbar zu machen.
Für die Durchführung konnte das Technische Hilfswerk (THW) Trossingen gewonnen werden. Dessen Ortsbeauftragter Maik Merz, selbst ehemaliger Abiturient unseres Gymnasiums, gestaltete das Programm für alle sechsten Klassen. In einem anschaulichen Vortrag stellte er zunächst die vielfältigen Aufgaben des THW vor und erklärte, wie die Einsatzkräfte bei Hochwasser, Unwettern, Stromausfällen oder anderen Schadenslagen helfen. Darüber hinaus erhielten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen darüber, wie man sich auf außergewöhnliche Situationen vorbereiten kann und welches Verhalten im Notfall sinnvoll ist.
Besonders großes Interesse weckte anschließend der Gerätekraftwagen des THW, der auf dem Pausenhof besichtigt werden konnte. Herr Merz stellte die umfangreiche technische Ausstattung des Fahrzeugs vor und erklärte deren Einsatzmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und einen Einblick in die praktische Arbeit des THW zu gewinnen.
Der Katastrophenschutztag vermittelte nicht nur wertvolles Wissen für mögliche Krisensituationen, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie wichtig das Engagement von Hilfsorganisationen für unsere Gesellschaft ist. Ein herzlicher Dank gilt Maik Merz und dem THW Trossingen für die informative und praxisnahe Gestaltung dieses besonderen Schultages. Ebenso danken wir Yasmin Özcan und Johannes Schröder für die Organisation und Koordination der Veranstaltung, die diesen wichtigen Beitrag zur Katastrophenschutzbildung an unserer Schule ermöglicht haben.






