Zum Schuljahresende verabschiedete das Gymnasium Trossingen sechs Kolleginnen und Kollegen. Zwei engagierte langjährige Kollegen gehen in den Ruhestand: Schulsekretärin Sonja Roth war seit 18 Jahren an der Schule, Oberstudienrat Thomas Herrmann prägte die Schule ein Vierteljahrhundert. Darüber hinaus verlässt Studienrätin Jasmin Merz die Schule und drei Referendarinnen und Referendare haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet.
Thomas Herrmann stammt aus Rastatt, studierte nach Abitur und Zivildienst Geschichte und evangelische Religion in Tübingen und absolvierte dort auch sein Referendariat. Seine schulische Heimat fand er schließlich 2001 am Trossinger Gymnasium, das er in den folgenden 25 Jahren mit außergewöhnlichem Engagement und großer menschlicher Zugewandtheit prägte. Als Historiker war ihm historische Verantwortung ein zentrales Anliegen. Im Unterricht ebenso wie bei zahlreichen Exkursionen zu KZ-Gedenkstätten und Studienfahrten mit historischem Schwerpunkt machte er Geschichte erfahrbar und verstand Erinnerungsarbeit als wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung und Prävention. Dieses Engagement vertiefte er durch zahlreiche Fortbildungen, insbesondere zum Nationalsozialismus. Sein Wirken reichte jedoch weit über den Fachunterricht hinaus. Als evangelischer Theologe gestaltete er Gottesdienste und brachte seine Überzeugungen in das Schulleben ein. Er engagierte sich bei „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, wirkte an der Organisation des Schulfestes zum 125-jährigen Schuljubiläum mit und war eine verlässliche Begleitung bei Exkursionen, Schullandheimen und Studienfahrten. Genauso selbstverständlich setzte er sich für Kollegium und Schule ein – als Vertrauensmann und Gymnasialvertreter der GEW ebenso wie als kritischer Gesprächspartner, der Diskussionen anregte und Entwicklungen aufmerksam hinterfragte. Vor allem aber war er für die Schülerinnen und Schüler da: Er zeigte echtes Interesse an jedem Einzelnen, verpasste kein Konzert, keine Theateraufführung und keine Schulveranstaltung und übernahm traditionell die letzte Schicht beim Schulball. Seine Präsenz, seine Wertschätzung und seine Hilfsbereitschaft machten ihn über viele Jahre zu einer prägenden Persönlichkeit des Gymnasiums Trossingen. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz und alles was er in den vergangenen 25 Jahren für unsere Schulgemeinschaft getan hat, danken wir Thomas Herrmann von Herzen. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm Gesundheit, Zeit für seine vielfältigen Interessen und viele bereichernde Begegnungen.
Was wäre eine Schule ohne Schulsekretärin? 18 Jahre lang liefen bei Sonja Roth die Fäden zusammen. Mit absoluter Verlässlichkeit, Gewissenhaftigkeit und großem Verantwortungsbewusstsein kümmerte sie sich nicht nur um zahllose Verwaltungsvorgänge, sondern auch um die vielen kleinen und großen Dinge des Schulalltags. Sie dachte mit, sah voraus, besänftigte Gemüter, versorgte verletzte Schülerinnen und Schüler, koordinierte, kommunizierte und hatte stets den Laden im Griff. Als gebürtige Trossingerin war sie dem Ort und der Schule in besonderer Weise verbunden und setzte sich mit viel Engagement und großer Bereitschaft für das Gymnasium Trossingen ein. Dabei war sie stets direkt und offen – manchmal auch mit einem durchaus deutlichen Umgangston. Dafür wusste man bei ihr immer, woran man war. Mit ihrer Persönlichkeit, ihrem unverwechselbaren Charakter und ihrem eigenen Stil hat sie das Schulsekretariat über fast zwei Jahrzehnte geprägt. Für all ihren Einsatz und ihr großes Engagement sagen wir Sonja Roth von Herzen Danke. Mögen sie viele schöne Erinnerungen an ihre Zeit am Gymnasium Trossingen in den Ruhestand begleiten. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr alles Gute, viel Freude und vor allem viel Zeit für all das, was bisher vielleicht zu kurz gekommen ist.
Vor fünf Jahren kam Jasmin Merz als Referendarin mit den Fächern Englisch und Geschichte nach Trossingen. Seitdem organisierte und begleitete sie zahlreiche Exkursionen, Studienfahrten und Landschulheime und übernahm sehr früh Verantwortung für die Fachschaft Geschichte als deren Fachvorsitzende. Eine dreijährige Teilabordnung an die benachbarte Realschule ermöglichte nicht nur Einblicke in eine weitere Schulart und deren unterschiedliche Lernvoraussetzungen, sondern war dadurch auch eine wertvolle Erfahrung in der eigenen pädagogischen Arbeit. Als engagierte und mitdenkende Kollegin war sie offen für neue didaktische und lerntheoretische Entwicklungen und brachte diese gewinnbringend in die gemeinsame Arbeit mit ein. Sie verlässt die Schule aus persönlichen Gründen und wird künftig am Gymnasium Süd in Frankfurt-Sachsenhausen tätig sein. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr, dass die wichtigen Beziehungen und kollegialen Freundschaften, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, auch über Bundeslandgrenzen hinweg bestehen bleiben und sie in Frankfurt neue Perspektiven darauf gewinnt, wie und wofür sie Lehrerin sein möchte. Für ihre geleistete Arbeit und ihr Engagement sagen wir herzlich Danke.
Für die Studienreferendarinnen Beatrix Rey (Musik), Anna Weiss (Deutsch, Ethik) und den Studienreferendar Gianluca de Paola (Englisch, Geschichte) endete nun eine intensive Ausbildungszeit am Trossinger Gymnasium – eine Zeit gegenseitiger Wertschätzung und Inspiration. Mit ihrem Engagement und ihrem Blick für die einzelnen Schülerinnen und Schüler bereicherten sie das Schulleben und trugen dazu bei, dass deren Wohlergehen und Bildungserfolg im Mittelpunkt standen. Allen drei ist es bereits gelungen, in eine weitere Anstellung in den Schuldienst zu wechseln, was bei der gegenwärtigen Einstellungssituation nicht selbstverständlich ist. Für ihren Start an ihren neuen Wirkungsstätten in Königsfeld, Rielasingen-Worblingen und Schwenningen wünschen wir ihnen viel Freude und Erfüllung im Lehrersein.
Wir wünschen allen Kollegen, die unsere Schule verlassen, von Herzen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.






