Wir vermessen unsere Schule

Wie sieht unser Gymnasium Trossingen eigentlich von oben aus? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a während zweier Projekttage nach. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Shabitha Balaratnam (Mathematik und Kunst) und Marianne Gurt-Alber (Geographie) erkundeten sie das Schulgelände aus einer ganz neuen Perspektive und verbanden dabei Inhalte aus Mathematik, Geographie und Bildender Kunst.

Den Einstieg in das Projekt bot eine fiktive Geschichte von Kaya und Jimmy: Nach einem Rundflug über die Stadt entdeckten die beiden zwar ihr Zuhause, konnten ihre Schule aus der Vogelperspektive jedoch nicht sofort erkennen. Die Fünftklässler halfen den beiden Protagonisten dabei und versuchten zunächst selbst, das Gymnasium von oben zu zeichnen. Anschließend untersuchten sie mithilfe eines Luftbildes die verschiedenen Gebäudeteile genauer.

Mit Maßbändern und Meterstäben machten sich die Projektgruppen danach auf den Weg über das Schulgelände. Sie maßen den großen Pausenhof, den Kunst- und Biologietrakt, das Konzerthaus, den Serenadenhof, die Musikräume sowie den Verwaltungstrakt aus und hielten ihre Ergebnisse fest. Im nächsten Schritt übertrugen sie die gewonnenen Daten im Maßstab 1:200 auf eigene Zeichnungen. Außerdem lernten sie den Umgang mit dem Kompass und orientierten sich mithilfe der Himmelsrichtungen auf dem Schulgelände.

Am zweiten Projekttag verwandelten die Schülerinnen und Schüler ihre Pläne in ein maßstabsgetreues Modell des Gymnasiums. Aus Pappe, Papier und Karton entstanden die einzelnen Gebäude, die sie anschließend bemalten, zusammenfügten und mit selbst gestalteten Bäumen und Pflanzen liebevoll dekorierten.

Beim Modellbau brachte jedes Kind seine eigenen Stärken ein. Die Klasse plante gemeinsam, maß nach, schnitt Bauteile aus, klebte Gebäude zusammen und überprüfte immer wieder die Proportionen. Besonders gegen Ende zeigte sich, wie gut die Zusammenarbeit funktionierte: Nur durch die gemeinsame Anstrengung gelang es, das Modell rechtzeitig fertigzustellen.

Die Ergebnisse der Projekttage können nun im Schulhaus bestaunt werden. Die maßstabsgetreuen Zeichnungen aus der Vogelperspektive und das detailreiche Schulmodell zeigen eindrucksvoll, wie sich Mathematik, Geographie und Kunst miteinander verbinden lassen – und wie spannend es sein kann, die eigene Schule einmal aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten.