Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, machten sich die Schülerinnen und Schüler der NWT- und IMP-Profile der 9. Klasse gemeinsam mit ihren Lehrkräften Johannes Schröder, Holger Preuß und Benjamin Anrich mit dem Bus auf den Weg nach Rust. Dort erwarteten sie die Science Days mit einem abwechslungsreichen Programm rund um Naturwissenschaften, Technik und künstliche Intelligenz. Statt eines gewöhnlichen Schultages stand also jede Menge Wissenschaft auf dem Stundenplan.
Den Auftakt bildete eine Show mit dem Titel „Physik in Hollywood“. Anhand bekannter Filmszenen zeigten die Moderatoren, was physikalisch möglich ist und wo Hollywood die Realität großzügig auslegt. So nahmen sie beispielsweise eine Szene aus „Fluch der Karibik“ unter die Lupe, in der ein Affe mit einer Kanone auf ein anderes Schiff geschossen wird. In Wirklichkeit würde ein Affe einen solchen Flug wohl kaum überleben. Auch Spider-Man musste sich einer physikalischen Prüfung stellen: Könnte ein Spinnenseil tatsächlich sein Gewicht tragen? Ja, sogar ein nur einen Millimeter dicker Spinnenfaden würde dafür ausreichen. Wie Spinnen diese extrem belastbaren Fäden herstellen, wissen Wissenschaftler bis heute allerdings noch nicht vollständig.
Nach der Show konnten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Hallen und Ausstellungsstände auf eigene Faust erkunden. Dabei gab es einiges zu entdecken und auszuprobieren. An verschiedenen Mitmachstationen konnten sie beispielsweise löten, basteln und sich mit kleinen technischen und naturwissenschaftlichen Projekten beschäftigen.
Später traf sich die Gruppe zu einem gemeinsamen Workshop unter dem Motto „Wie funktioniert und denkt KI?“. Hier konnten die Jugendlichen selbst eine künstliche Intelligenz trainieren. Dafür fotografierten sie Äpfel, Orangen und Zitronen und überprüften, ob die KI die Früchte richtig erkannte. Anschließend wurde es etwas schwieriger: Funktionierte die Bilderkennung auch bei veränderten Hintergründen oder mit verschiedenen Filtern? Auch sogenannten Deepfakes und die Frage, wie man manipulierte Bilder und Videos erkennen kann, sowie mögliche Einsatzgebiete künstlicher Intelligenz kamen zur Sprache.
Abzüge gab es allerdings beim Ambiente: Durch die vielen gleichzeitig anwesenden Schulklassen herrschte in den Hallen teilweise großes Gedränge. Auch die stickige Luft und die wenig einladende Umgebung trübten den Gesamteindruck etwas.
Dennoch boten die Science Days eine willkommene Abwechslung zum normalen Schulalltag. Besonders die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und Wissenschaft einmal außerhalb des Klassenzimmers zu erleben, machte den Ausflug zu einem interessanten Tag in Rust.






